Eine matschfreie, trittsichere Paddockfläche schützt Pferdehufe (z. B. vor Mauke), reduziert Rutsch- und Verletzungsrisiken und macht die tägliche Stallarbeit deutlich leichter. Statt nur Sand oder Schotter aufzubringen, funktioniert eine dauerhafte Paddock-Befestigung am besten mit einem wasserdurchlässigen Schichtaufbau: Tragschicht (verdichteter Schotter/Splitt) + Trennvlies (Geotextil) + Paddockplatten/Paddockmatten und Tretschicht (geeigneter Sand oder Feinkies).
Das Wichtigste auf einen Blick: Paddock richtig befestigen

Fotobeispiel. Matschiges Gelände stellt für Pferde viel mehr eine Gefahr als Raum zum Austoben dar.
Regnerisches Wetter ist ein Albtraum für Pferdebesitzer. Ein paar stärkere Regenschauer und der gepflegte Pferdeauslauf verwandelt sich in einigen Stunden in ein Schlammfeld. Es geht nicht nur um Ästhetik, die matschige Lauffläche kann die Pferdegesundheit ernsthaft gefährden.
TIPP: Haben Sie sich schon mal gefragt, warum sich Pferde im Schlamm wälzen? Es geht um eine Form des Sozialverhaltens (Herdengeruch einschnüffeln) sowie Relax (Muskelentspannung). Auf diese Weise werden die Pferde ebenfalls Hautparasiten los. Daher ziehen sie meistens trockenes Gelände einem Schlammfeld vor.
Beim Laufen auf feuchtem Gelände kann es schnell zur Verletzung bzw. Erkrankungen kommen. Iveta Jebáčková-Lažanská, die über reiche Erfahrungen mit der Außenhaltung verfügt und zu diesem Thema ein Buch geschrieben hat, sagt dazu: „Am häufigsten ist es die Mauke, aber auch Verletzungen des Bewegungsapparates durch akute Traumata, die sich Pferde in tief zertretenen und dann gefrorenen Paddocks herbeiführen.“

Fotobeispiel. Langfristiger Aufenthalt im Schlamm kann sich bei Pferden durch unangenehme Hauterkrankung, die sog. Mauke niederschlagen.
Die Schlammschollen setzen sich, verdichten den Boden und hindern das Gras am Wachstum, dagegen schafft der durchnässte Boden ideale Bedingungen für etliches Unkraut. Darüber hinaus wird ein morastiger Auslauf zur Brutstätte infizierter Insekten (z.B. Mücken), die unter den gehaltenen Tieren zahlreiche Krankheiten verbreiten.
Daher sind die exponierten Bereiche trocken zu halten, damit sich die Pferde im Auslauf auch bei rauem Wetter bewegen können. Wie ist der Paddockuntergrund wirksam zu befestigen, damit die Nässe auf dem Grundstück nicht mehr bleibt?

Fotobeispiel. Beim Laufen im Matsch droht die Gefahr, dass Pferde ausrutschen und sich schwere Verletzungen zufügen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Oberfläche eines Pferdeauslaufs zu befestigen. Immer sind jedoch einige Faktoren zu überlegen:
Das primäre Ziel ist es, das Gelände so herzurichten, dass der Boden in den belasteten Bereichen gut trocknet. Dazu ist es empfehlenswert, natürliche Materialien (Kies, Sand…) mit Kunststoffgittern oder Platten zu kombinieren, die letzteren werden insbesondere an hochbelasteten Stellen eingebaut: am Paddocktor, um Trink- und Futterstellen…
Für langfristige Geländestabilisierung werden für gewöhnlich zwei Materialtypen genutzt:
1. Feinkies – Kies von feinerer Korngröße in einer Schicht von ca. 10 cm einbringen und die Oberfläche verdichten. Dieses Material ist trittangenehm und nicht staubig, setzt sich jedoch mit der Zeit und ist daher ab und zu nachzuschütten.
2. Sand – verdichteter Sand ist eine weitere Eventualität. Auch hier ist mit Nachschütten zu rechnen, vor allem bei stärkeren Regenfällen und dementsprechendem Abtrag. Die Sandkörner sollten nicht zu grob oder rund sein, damit die Hufe nicht darauf ausrutschen.
3. Holzschnitzel – die Rinde wird im Paddock in einer Schicht von 20–30 cm Höhe eingebracht, damit sie die Pferde nicht zu schnell feststampfen (auch Rinde modert und setzt sich und ist laufend nachzuschütten).
| Material | Schichthöhe | Vorteile & Eigenschaften | Wartung & Nachteile |
| Feinkies | ca. 10 cm | Trittangenehm, staubarm, gute Drainage bei Verdichtung. | Setzt sich mit der Zeit; regelmäßiges Nachschütten erforderlich. |
| Paddock - Sand | Je nach Untergrund | Gute Trittsicherheit (wenn nicht zu rund/grob), weich für die Hufe. | Hoher Abtrag bei Starkregen; muss regelmäßig aufgefüllt werden. |
| Holzschnitzel / Rinde | 20-30 cm | Sehr weich, natürlich, gute Dämpfung für die Gelenke. | Modert mit der Zeit; muss laufend nachgeschüttet und ausgetauscht werden. |
Planen Sie die Einrichtung eines Paddocks auf einem gemieteten Grundstück? Wenn Sie nach einer stabilen, aber bei Bedarf rückbaubaren Lösung suchen, sind Kunststoffprodukte zur Flächenbefestigung die ideale Wahl. Rasengitter bzw. Kunststoffplatten bieten hierbei entscheidende Vorteile:
Die To.Si-Plast Rasengitter sind besonders für ihre Beständigkeit und den unkomplizierten Einbau bekannt. Dank ihrer speziellen Oberflächenstruktur sind sie extrem rutschfest. Obwohl die Anschaffungskosten im Vergleich zu einfachem Schotter höher liegen, überzeugt die Langlebigkeit viele Pferdehalter, die eine dauerhafte Lösung ohne Matschbildung suchen.
Eine hervorragende Alternative sind die Paddockplatten Geopave PADD. Diese Platten wurden gezielt für die hohen Anforderungen in der Pferdehaltung entwickelt:

Fotobeispiel. Reiten im Paddock.
Im Vergleich zu anderen Baustoffen wie Beton oder Asphalt sind Rasengitterplatten aus Kunststoff weniger anspruchsvoll zu installieren. Falls Sie Pferde auf einem Mietgrundstück halten, das irgendwann zurückgegeben werden muss, lassen sich die Platten und Gitter ausbauen und das Gelände wieder in den ursprünglichen Zustand bringen.
Die Expertin Iveta Jebáčková-Lažanská betont neben der Stabilität vor allem den ökologischen und optischen Nutzen:
„Ein großer Vorteil ist die Sickerfähigkeit: Der Boden erhält Feuchtigkeit, ohne von den Hufen zu Matsch zertrampelt zu werden. Bei mäßiger Belastung bleibt die Fläche zudem ansehnlich grün. In unbefestigten Paddocks hingegen entsteht in Regenperioden ein tiefer Morast aus Erde, Kot und Urin, eine Masse, die Gummistiefel verschlingt und ein normales Arbeiten am Pferd unmöglich macht.“
Es muss nicht immer der gesamte Auslauf versiegelt werden. Um Kosten zu sparen und dennoch Matschfreiheit zu garantieren, empfiehlt Iveta Jebáčková-Lažanská eine gezielte Befestigung der Hotspots:
Ein zu weicher Boden bietet keinen Reiz für ein gesundes Hufwachstum. Eine durchdachte Kombination aus stabilen Rasengittern und natürlichen Bodenbelägen sorgt für die nötige Widerstandsfähigkeit des Hufhorns.
TIPP: Schauen Sie sich an, wie sich ein richtiger/falscher Paddockuntergrund auf den Bewegungsapparat der Pferde auswirkt.
Die Verlegung der Paddockplatten schaffen Sie alleine, ohne schwere Maschinen zu benutzen. Es ist jedoch notwendig, die einzelnen Schritte einzuhalten, damit die Platten ihren Verwendungszweck erfüllen können. Wie ist bei der Verlegung vorzugehen?
Quick-Check: Was wird benötigt?
Der Schichtaufbau im Überblick
|
Schicht |
Material |
Funktion |
Stärke |
|
Tretschicht |
Feinkies (1 cm) oder Sand |
Trittsicherheit & Schutz |
ca. 10 cm |
|
Trennschicht |
Paddockplatten |
Verhindert Matschbildung |
Plattenhöhe |
|
Tragschicht |
Schotter / Splitt (5/63) |
Drainage & Stabilität |
ca. 15 cm |
|
Basis |
Trennvlies (Geotextil) |
Trennung von Erde & Schotter |
- |
Schritt 1: Bodenaushub
Schritt 2: Untergrundvorbereitung
Schritt 3: Geovlies verlegen
Schritt 4: Drainageschicht anlegen
Schritt 5: Paddockplatten verlegen
Schritt 6: Verfüllung & Finish
TIPP: Welches Geotextil für Reitställe ist zu wählen: Geeignet ist ein Geotextilvlies aus reinem Polypropylen mit einem Flächengewicht von mindestens 300 g/m² - z. B. Geomatex NTB 10. Erfahren Sie mehr in unserem Blogartikel, wie man ein geeignetes Geotextil auswählt.
Was tun bei Hanglage?
Heben Sie am unteren Ende des Hangs eine Rinne aus und füllen Sie diese mit Kies. So wird das abfließende Regenwasser gezielt vom Paddock weggeleitet.
Sicherung der Randbereiche
Damit die Platten nicht wandern, können die Ränder mit schweren Betonplatten eingefasst werden. Eine pferdefreundliche Alternative sind alte Hopfensäulen als stabile Umrandung.

Fotobeispiel. Polypropylenvlies unter der oberen Kiesschicht verhindert die Vermischung der Materialschichten und leistet besseren Widerstand gegen Hufschläge der Pferde.
Auf den in Gefälle hergerichteten Untergrund (eventuell mit Geovlies abgedeckt) eine Schicht aus porigem Material aufschütten, das als Drainage dient, indem es Regenwasser oder Urin besser abfließen lässt. Dazu eignet sich Splitt bzw. Schotter mit einer Körnung zwischen 5/63 in einer ca. 15 cm starken Lage. Die Splitt-/Schotterschicht ist richtig zu verdichten.
Im nächsten Schritt werden auf den vorbereiteten Untergrund die eigentlichen Platten verlegt. Sie sind vollflächig zu verlegen, im Hang gehen Sie von der höchsten zur niedrigsten Stelle vor.
Die einzelnen Paddockplatten lassen sich einfach zusammenklicken, es können beliebig große Flächen bedeckt werden. Zur Anpassung der Plattenmaße eignet sich Winkelschleifer (Flex).
TIPP: In Randbereichen der abgegrenzten Fläche kann das Ausrutschen der Platten verhindert werden, indem sie etwa mit Betonplatten beschwert werden. Einige Züchter nutzen Hopfensäulen als Umrandung, die keine Verletzungsgefahr für die Pferde darstellen und sich später einfach entfernen lassen.
Abschließend die Platten mit Feinkies verfüllen (Korngröße ca. 1 cm, Schichtstärke ca. 10 cm), der trittangenehmer ist, oder mit einer stärkeren grobkörniger Sandschicht bedecken. Diese Materialien sind nicht staubwirbelnd und befestigen gleichzeitig den Untergrund, indem die feineren Körner zwischen die Splittzwischenräume „einrasten“.
In beiden Fällen ist damit zu rechnen, dass das organische Material sich mit der Zeit setzt oder von den Pferden teilweise weggetragen wird und die obere Schicht daher nachgefüllt werden muss.
TIPP: Wenn Sie planen, für die Pferde auch einen bequemen Unterstand zu bauen, vergessen Sie nicht Ihr Vorhaben beim Bauamt anzumelden. Bei geräumigen Unterkünften ist möglicherweise eine Baugenehmigung notwendig. Informieren Sie sich vor dem Baubeginn, was für Bedingungen zu erfüllen sind.
Obwohl die Paddockplatten aus Kunststoff hergestellt sind, der gegen Witterung und einigermaßen auch gegen chemische Einwirkungen beständig ist, kommt man ab und zu ohne Pflege nicht aus, insbesondere was das Ausmisten anbelangt.
An Sommertagen, wenn sich die Pferde vorwiegend auf der Weide aufhalten, reicht es die Paddockplatten mit Wasserstrahl abzuspülen. Somit wird Schmutz von der Oberfläche entfernt und die Platten trocknen in der Sonne schnell aus. Dadurch erhalten Sie die Paddockplatten im guten Zustand und bieten Ihren Pferden auch bei herbstlichem Unwetter komfortable Bewegung auf dem Grundstück.
Möchten Sie den Wartungsaufwand für Ihren Paddock sparen und gleichzeitig Ihren Tieren genug Bewegung gönnen, ohne sich um ihren Bewegungsapparat Sorgen zu machen? Lesen Sie über weitere Vorteile der Paddockplatten Geopave PADD oder kontaktieren Sie unsere Fachleute, die Sie bei der Wahl Ihrer Paddocklösung gerne beraten.
Ein Paddock ist ein befestigter oder unbefestigter Auslauf für Pferde, der Bewegung an der frischen Luft ermöglicht, ohne dass die Tiere auf einer weichen Koppel stehen. Ein guter Paddock für Pferde muss trittsicher und matschfrei sein. Wenn Sie einen Pferde-Paddock bauen möchten, ist die Bodenbefestigung entscheidend, um die Gelenkgesundheit der Tiere zu fördern und die Pflege zu erleichtern.
Um einen matschigen Boden zu befestigen, gibt es verschiedene Strategien. Die effektivste Methode ist ein systematischer Paddock-Aufbau aus Tragschicht, Trennschicht und Tretschicht. Wenn Sie den Paddock befestigen wollen, ohne dass er bei Regen im Schlamm versinkt, sind wasserdurchlässige Systeme wie Paddockgitter oder spezielle Paddockmatten für den Außenbereich ideal.
Viele Pferdebesitzer suchen eine günstige Alternative. Eine beliebte Paddockplatten-Alternative ist das Verlegen von schweren Gummimatten oder das Arbeiten mit einer reinen Sand-Schotter-Befestigung. Wer den Paddock befestigen und günstig halten möchte, sollte darauf achten, dass die Entwässerung trotzdem funktioniert, da Reparaturen am Paddock-Untergrund im Nachhinein oft teurer sind als die initiale Investition.
Die Frage „Welcher Sand für den Paddock?“ lässt sich mit Blick auf die Scherfestigkeit beantworten. Ein gewaschener Natursand oder ein spezieller Reitsand mit einer Körnung von 0/2 oder 0/4 ist ideal als Sand für den Paddock. Er sollte lehmfrei sein, damit das Wasser optimal abfließen kann. Der richtige Pferde-Paddock-Untergrund verhindert das tiefe Einsinken der Hufe.
Das Thema Paddock bauen ohne Baugenehmigung ist rechtlich komplex und von Bundesland zu Bundesland verschieden. Oft gilt die Befestigung von Flächen als bauliche Anlage. Um Probleme zu vermeiden, sollten Sie sich vorab informieren, ob eine wasserdurchlässige Befestigung (z. B. durch Paddockmatten für Pferde) genehmigungsfrei möglich ist, da hierbei keine Bodenversiegelung stattfindet.
Ein sicherer Paddockzaun ist das A und O. Bei der Paddock-Umrandung haben Sie die Wahl zwischen Holz, Kunststoff oder speziellen Elektro-Zaunsystemen. Ein stabiler Pferde-Paddock-Zaun sorgt dafür, dass die Tiere auch bei Rangeleien sicher im Bereich bleiben. Achte darauf, dass der Zaun gut sichtbar und stabil verankert ist.
Ja, Sie können einen Paddock selber bauen, sofern Sie die richtige Reihenfolge beachten: Zuerst wird der Boden ausgehoben, dann folgt die Tragschicht aus Schotter. Anschließend lassen sich die Paddockplatten verlegen und mit Paddock-Sand auffüllen. Mit etwas handwerklichem Geschick lässt sich so auch ein professioneller Putzplatz für das Pferd bauen.
Unser Profipersonal hilft Ihnen bei der Auswahl und erklärt Ihnen alle Möglichkeiten und Vorgehen zur Anwendung der angebotenen Produkte.
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