Durch eine Terrasse am Hang verwandelt sich schräges Gelände in wertvollen Wohnraum im Freien. Ob modern auf Stelzen, mit Stützmauern oder durch klassisches Terrassieren mit Gabionen, die richtige Hangsicherung ist das Fundament eines stabilen Ergebnisses. In diesem praktischen Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihre Hangterrasse Schritt für Schritt planen, welche Materialien geeignt sind und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.

Eine Terrasse am Hang können Sie auf drei Arten realisieren:
Für ein dauerhaft stabiles Ergebnis ist eine fachgerechte Hangsicherung mit einer funktionierenden Drainage, Geogittern und Vliesstoffen entscheidend. Die Kosten liegen je nach Bauweise zwischen 100 und 500 Euro pro Quadratmeter.
Sie haben einen geneigten Garten? Dann haben Sie vielleicht aus Unsicherheit bisher auf einen Sitzplatz im Freien verzichtet. Dabei bietet eine Terrasse am Hang besondere Vorzüge.
Dank der erhöhten Lage einer Terrasse auf schrägem Gelände genießen Sie oftmals einen freien Blick über den Garten. Ein Vorteil, den ebenerdige Terrassen nicht bieten. Bei einer Terrasse in Hanglage lässt sich zudem die Sonnennutzung gezielt steuern. Je nach Ausrichtung profitieren Sie von kühlem Schatten oder langer Nachmittagssonne.
Eine Garten Hanglage Terrasse hat noch einen weiteren Vorteil: Gartenbereiche lassen sich durch die Höhenunterschiede funktional und optisch trennen. Die Lounge-Ecke auf einer Ebene, der Essplatz eine Stufe darunter. Dazwischen ein grüner Sichtschutz durch bepflanzte Böschungen. Eine Terrasse mit Hang ist somit eine gestalterische Chance, die ebene Gärten nicht bieten.

Drei Bauweisen stehen für die Umsetzung einer Hangterrasse zur Auswahl. Sie unterscheiden sich in Kosten, Aufwand und Optik. Welche Variante für Ihren Hanggarten passt, hängt vor allem von gestalterischem Anspruch, Bodenbeschaffenheit und Hangneigung ab.
Bei der klassischen Terrassierung am Hang wird das Gartengelände in mehrere Ebenen unterteilt und durch Gabionen, Pflanzsteine oder Stützmauern gesichert. Wenn Sie zusätzlich Terrassenbeete am Hang anlegen möchten, eignet sich diese Methode gut, da sich die verschiedenen Ebenen perfekt für abwechslungsreiche Bepflanzung nutzen lassen.
Möchten Sie Hangterrassen anlegen, gilt zu bedenken, dass dieser Ansatz meist einen größeren Erdaushub erfordert. Dafür ermöglicht er aber eine besonders langlebige und solide Terrassengestaltung in Hanglage.
Bei sehr steilen Hängen zeigt sich der Erdaushub oftmals als unverhältnismäßig aufwendig. Hier bietet sich eine Terrasse auf Stelzen am Hang an. Es handelt sich dabei um eine freitragende Konstruktion, meist aus WPC oder Holz, die auf einzelnen Fundamentpunkten ruht. Sie überspannt das Gefälle, ohne den Hang großflächig zu verändern.
Eine Holzterrasse am Hang in Stelzenbauweise überzeugt durch ihre kurze Bauzeit und den geringen Eingriff in den Boden. Eine ebenfalls beliebte Kombination ist eine Holzterrasse in Hanglage, teils auf niedriger Terrassierung, teils auf Stelzen.

Wenn Sie Wert auf eine langlebige, elegante Optik legen, ist eine aus großformatigen Platten, Betonwerkstein oder Naturstein gestaltete Lösung optimal. Also eine moderne Terrasse am Hang. Eine Steinterrasse am Hang bauen zu lassen, bedeutet zwar mehr Aufwand bei Hangsicherung und Unterbau, belohnt jedoch mit einer pflegeleichten und robusten Fläche.
Diese Bauweise eignet sich nicht nur für eine einzelne Fläche, sondern auch für eine mehrstufige Terrasse im Hang mit Treppen zwischen den verschiedenen Ebenen.

Unabhängig von der Bauweise gilt stets: Entwässerung und Statik sind bei jeder Hang Terrasse entscheidend. Ohne eine fachgerechte Sicherung drohen Unterspülungen, Erdrutsche und schlimmstenfalls ein Absacken der gesamten Konstruktion.
Ein zentrales Element stellt der Einsatz von Geogittern zur Bodenbewehrung sowie von Trennvlies und Unkrautvlies zur dauerhaften Stabilisierung der Erdschichten.
Diese Vliesstoffe verhindern, dass sich Tragschicht und Erdreich über die Zeit vermischen, und sorgen so für eine dauerhafte, stabile Basis. In unserem Sortiment an Geokunststoffen finden Sie einen umfassenden Überblick über geeignete Materialien.
Für die Befestigung des Hangs kommen abhängig von der Neigung Gabionen, L-Steine oder Böschungsmatten zum Einsatz. In unserem Ratgeber zur Hangbefestigung und Böschungssicherung finden Sie ausführliche Hinweise dazu. Für die Fixierung von Matten und Vliesstoffen sind Erdnägel und Pflöcke sehr wichtig.
Unterschätzen Sie nicht den Schutz vor Staunässe und Erosion. Am Übergang zum gewachsenen Boden sowie an Stützmauern sollten Noppenfolien sowie eine funktionierende Drainageschicht verlegt werden. Unser Artikel „Hangbefestigung: Schützen Sie Ihren Garten bei Dauerregen“ erläutert, wie Sie Ihren Garten bei anhaltendem Regen absichern können. Denken Sie diese Punkte von Anfang an mit. Dadurch sparen Sie sich beim Terrasse am Hang bauen spätere teure Nachbesserungen.

Auch im Do-It-Yourself-Verfahren können Sie Ihre Hangterrasse realisieren. Essenziell dafür ist ein strukturiertes Vorgehen sowie die Beachtung der wichtigsten Sicherungsmaßnahmen.
Vermessen Sie die exakte Hangneigung und legen Sie die gewünschte Form und Größe Ihrer Terrasse fest. Klären Sie bereits davor beim zuständigen Bauamt, ob für eine freitragende Konstruktion, Aufschüttungen oder Stützmauern eine Genehmigung erforderlich ist. Gerade bei größeren Höhenunterschieden ist dies keine Seltenheit.
Schaffen Sie nun die eigentlichen Ebenen. Der Erdaushub sollte stets von oben nach unten erfolgen, wobei das ausgehobene Material direkt für den Unterbau der tieferliegenden Stufen verwendet wird.
Jetzt kommen die zuvor beschriebenen Sicherungsmaterialien zum Einsatz. Verlegen Sie Vliesstoffe und Geovlies als Trennschicht, bringen Sie eine Drainage sowie eine verdichtete Schotterschicht ein und schützen Sie angrenzende Mauern durch Noppenfolie zur Bauwerksabdichtung.
Verlegen Sie zum Abschluss den gewünschten Belag. Zum Beispiel hochwertige Terrassenplatten oder Holzdeck. Damit Regenwasser zuverlässig abfließen kann, ist ein leichtes Gefälle wichtig.
In unserem Artikel „Unkrautvlies unter Kies verlegen“ finden Sie eine ausführliche Verlegeanleitung für Vliesschichten unter losen Belägen. Eine Terrasse am Hang anlegen und eine Terrasse am Hang gestalten gelingt Ihnen so ganz einfach Schritt für Schritt. Ganz egal, ob Sie eine moderne Variante oder eine klassische Terrasse am Hang bevorzugen.

Für die pflegeleichte und stabilisierende Gestaltung von Grünbereichen sind die abgestuften Flächen einer Hangterrasse bestens geeignet. Möchten Sie beim Terrasse am Hang gestalten die Flächen zwischen den Ebenen besonders gestalten, setzen Sie auf tiefwurzelnde Pflanzen. Diese wirken Erosion entgegen, indem sie sich mit dem Erdreich verzahnen.
Welche Pflanzenarten dafür geeignet sind, erfahren Sie in unserem Artikel „Welche Pflanzen eignen sich zur Befestigung von steilen Hängen und Böschungen". Kübel auf den ebenen Flächen? Dafür empfehlen sich winterfeste Arten. Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber zu winterharten Kübelpflanzen für die Terrasse.
Damit Beete dauerhaft unkrautfrei und pflegereduziert bleiben, lohnt der Einsatz von Unkrautvlies. So lässt sich eine Hangterrasse gestalten, die nicht nur optisch überzeugt, sondern auch mit minimalem Aufwand gepflegt werden kann.
Durch einen schichtweisen Erdaushub, stets von oben nach unten. Gefolgt vom Einziehen von Stützelementen wie Gabionen, L-Steinen und Mauersteinen und dem Ausgleichen der ebenen Flächen mit Vliesstoffen auf der verdichteten Tragschicht.
Die Kosten für das Anlegen einer Hangterrasse sind abhängig von Hangneigung und Material. Eine einfache Holzkonstruktion auf Stelzen startet bei rund 100 - 180 Euro pro Quadratmeter. Massiv terrassierte Beton- oder Steinlösungen mit einer professionellen Hangsicherung liegen meist zwischen 250 und 500+ Euro pro Quadratmeter inklusive Erdarbeiten.
Ein stabiles Fundament stellt die Grundvoraussetzung dar. Wichtig sind zudem eine fachgerechte Hangsicherung gegen Rutschung sowie eine funktionierende Drainage. Dem Erdaushub folgen die Hangfixierung, die Tragschicht-Verlegung mit Geotextilien und zuletzt der Belag.
Einfache Pflanzsteine reichen bei steilen Hängen meist nicht aus. Hier bedarf es Schwergewichtsmauern, Gabionen und Geogittern zur Bodenbewehrung. Oder Sie entscheiden sich für eine freitragende Stelzenbauweise.
Durch ihre zusätzliche Stabilisierung des Erdreichs sind vor allem tiefwurzelnde Bodendecker wie beispielsweise Storchschnabel, Efeu oder Bodendecker-Rosen bestens geeignet. Für Pflanzkübel auf der Terrasse bieten sich winterharte Arten an.

Beim Bau einer Hangterrasse handelt es sich zweifellos um ein anspruchsvolles Projekt. Doch der Aufwand lohnt. Ob Sie sich für moderne Steinvariante oder eine freitragende Stelzenkonstruktion entscheiden oder klassische Terrassen am Hang anlegen: Mit einer fachgerechten Hangsicherung und der richtigen Planung entsteht in Ihrem Garten ein Freiraum, der funktional und optisch anspricht.
Sie planen Ihre eigene Terrasse am Hang? Entdecken Sie jetzt unser umfassendes Sortiment an Unkrautvliesen und Geokunststoffen für ein dauerhaft stabiles Fundament.
Unser Profipersonal hilft Ihnen bei der Auswahl und erklärt Ihnen alle Möglichkeiten und Vorgehen zur Anwendung der angebotenen Produkte.
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