Pferde bei Hitze unterstützen: Tipps für heiße Sommertage

Da Pferde Hitze nur schwer ertragen, stellen warme Sommertage für ihren Körper oft eine große Belastung dar. Hohe Temperaturen können schnell zu Dehydrierung, Hitzestress oder sogar Koliken führen. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie Ihrem Pferd den Umgang mit Hitze deutlich erleichtern. Besonders wichtig sind frisches Wasser und der Ausgleich verlorener Mineralstoffe, da die Tiere beim Schwitzen viel Flüssigkeit und Elektrolyte verlieren. Ein robustes Weidezelt bietet zuverlässigen Schutz vor direkter Sonne, während angepasste Trainingszeiten und eine sanfte Abkühlung helfen, einer Überhitzung vorzubeugen. 

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Pferde bei Hitze unterstützen: Sorgen Sie für ausreichend frisches Wasser

Pferde verfügen über eine große Muskelmasse, die bei Bewegung erhebliche Mengen an Wärme produziert. Das gilt bei heißem Wetter umso mehr. Bei einem Ausritt oder während des Training beginnen die Vierbeiner daher schnell zu schwitzen und verlieren so außer Wasser auch wichtige Mineralstoffe. Hat das Pferd keinen Zugang zum Trinkwasser, kommt es leicht zu Überhitzung und Dehydrierung.

Sorgen Sie deswegen dafür, dass frisches, kühles Wasser rund um die Uhr zur Verfügung steht. Überprüfen Sie regelmäßig die Wasserqualität und wechseln Sie warmes oder verdorbenes Wasser bei Bedarf aus. Ebenso wichtig sind Salzlecksteine, um die verlorenen Mineralstoffe auszugleichen.

1. Pferde bei Hitze abduschen

Ein brauner Pferdekopf wird zur Abkühlung mit Wasser aus einem gelben Schlauch bespritzt.

Bei extremer Hitze sollten Sie Pferde vorsichtig abkühlen. Achten Sie immer darauf, dass sie dabei keinen Temperaturschock erleiden. Sie können die Tiere mit lauwarmem Wasser abduschen oder mit einem angefeuchteten Schwamm abwaschen.

Beginnen Sie an den Beinen und am Hals und arbeiten Sie sich langsam zum Rumpf vor. Führen Sie das Pferd anschließend kurz im Schritt. Die Prozedur können Sie bei Bedarf wiederholen. An heißen Tagen ist eine erfrischende Abkühlung für Pferde sehr angenehm und wohltuend.

Ein Mann im weißen Langarmshirt und lila Weste hält ein braunes Pferd mit Blesse und lila Halfter und spritzt es zur Abkühlung am Rumpf mit Wasser ab.

2. Weideunterstand: Bieten Sie den Pferden einen schattigen Rückzugsort

Wenn Sie Ihr Pferd auf der Weide lassen möchten, sollte es jederzeit die Möglichkeit haben, sich vor der Sonne zurückzuziehen. Sonst können hohe Temperaturen zu Hitzschlag, Sonnenbrand oder sogar zum Kreislaufkollaps führen.

Daher ist ein Rückzugsort wichtig, der den ganzen Tag über ausreichend Schatten spendet. Eine praktische Lösung sind Weidezelte für Pferde, die bei Pferdebesitzern aus mehreren Gründen sehr beliebt sind:

  • Sie sind vielseitig anwendbar und mobil: Ein Weidezelt schützt Pferde nicht nur vor der Sonne, sondern auch vor Wind oder Regen und kann so ganzjährig genutzt werden. Die Konstruktion lässt sich mühelos abbauen und flexibel umstellen. Ein großer Vorteil, wenn Sie Ihre Tiere auf Pachtland halten, wo feste Bauten nicht erlaubt sind.
  • Sie bieten sicheren Schutz bei jedem Wetter: Ein hochwertiger Weideunterstand für Pferde besteht aus strapazierfähigen Materialien, die anspruchsvollem Wetter problemlos standhalten. Sie investieren also in einen robusten Wetterschutz, den Sie über viele Saisons hinweg nutzen können.
  • Sie schonen das Budget: Im Vergleich zu festen Bauten ist ein Weideunterstand deutlich günstiger. So schaffen Sie einen komfortablen Rückzugsort für Ihre Pferde, ohne viel Geld investieren zu müssen.

 

TIPP: Zu beliebten Modellen gehört zum Beispiel das ShelterLogic Weidezelt 3,7×3,7m. Es bietet ausreichend Platz auch für ausgewachsene Pferde, die Plane besteht aus wasserdichtem, UV-beständigem Material und der Stahlrahmen lässt sich problemlos auch an Texas-Zaunpaneelen montieren, die häufig in Ausläufen verwendet werden.

Ein braunes Pferd grast geschützt vor der Sonne unter einem dunkelgrünen Weidezelt.

3. Pferde bei Hitze unterstützen: Passen Sie das Training an die Temperaturen an

Starke körperliche Belastung bei schwüler Hitze kann für Pferde genauso riskant sein wie für Menschen. Wenn Sie normalerweise mittags trainieren, empfiehlt es sich im Sommer, die Einheiten möglichst kurz zu halten.

Noch besser ist es, das Training auf die Morgen- oder späten Abendstunden zu verlegen, wenn die Außentemperaturen etwas niedriger sind. Wichtig ist auch, das Pferd nach der Arbeit mit lauwarmem Wasser sanft zu duschen und seine Beine zu kühlen.

Und vergessen Sie nicht: Wenn Sie die Trainingszeiten ändern oder mit dem Abkühlen beginnen möchten, gehen Sie langsam vor. Pferde reagieren auf Veränderungen in ihrem Tagesablauf oft sehr empfindlich und müssen sich erst an die neuen Routinen gewöhnen.

Haben Sie noch weitere Tipps für heiße Tage? Was hilft Ihren Pferden am meisten und welche Lösungen haben sich am besten auf der Weide bewährt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen in den Kommentaren unter dem Artikel.

FAQ: Weidezelt Pferd für heiße Tage

1. Wie groß muss ein Weideunterstand für 2 Pferde sein?

Als Faustregel für einen Weideunterstand für zwei Pferde gilt eine Grundfläche von mindestens 20 - 24 m².

Der Platzbedarf richtet sich nach den Richtlinien für Pferdehaltung (BMEL) und der Größe der Tiere:

Mindestfläche nach Pferdegröße:

Die formelle Formel für die Mindestliegefläche pro Pferd lautet (2 x Widerristhöhe)²:

Großpferde (Stockmaß ca. 1,65 - 1,70 m):

  • Pro Pferd: ca. 10 - 12 m²
  • Für 2 Pferde: mindestens 20 - 24 ,² (z.B. Maße von 6 x 4  oder 5 x 5 m)

Kleinpferde / Ponys (Stockmaß bis 1,48 m):

  • Pro Pony: ca. 6 - 8 m²
  • Für 2 Ponys: mindestens 12 - 16 m² (z.B. Maße von 4 x 4 m)

Höhe des Unterstands:

  • Die Mindesthöhe an der niedrigsten Stelle sollte 1,5 x Widerristhöhe betragen
  • Für Großpferde bedeutet das eine Mindesthöhe von ca. 2,50 m bis 2,7 m (besser 3 m an der nächsten Stelle für eine gute Luftzirkulation

2. Brauche ich eine Baugenehmigung für einen Weideunterstand für Pferde in Österreich?

Ja, für einen Weideunterstand brauchen Sie in den meisten Fällen eine Genehmigung.

Da Baurecht in Österreich Ländersache ist, unterscheiden sich die Details je nach Bundesland:

  • Landwirte (Privilegiert): Landwirtschaftliche Betriebsinhaber dürfen Unterstände im Grünland im Rahmen ihrer Bewirtschaftung meist vereinfacht oder anzeigepflichtig bauen.
  • Hobby-Pferdehalter: Im Grünland gilt ein strenges Bauverbot. Ohne landwirtschaftliches Privileg wird ein fester Unterstand fast nie genehmigt.
  • Bewilligungs- vs. Anzeigepflicht: Je nach Bundesland und Größe fällt das Bauvorhaben unter bewilligungspflichtig (volles Verfahren) oder anzeigepflichtig (Meldung bei der Gemeinde).
  • Mobiles Weidezelt / Mobile Hütte: Selbst mobile Hütten ohne Fundament gelten oft als bauliche Anlage, wenn sie dauerhaft auf der Wiese stehen bleiben.

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