Der Herbst ist ein guter Zeitpunkt, um Schwachstellen einer bestehenden Drainage zu erkennen und das System bei Bedarf zu erneuern. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Drainagerohr, Geotextil, Dränschicht und Noppenbahn richtig zusammenspielen und worauf Sie bei der Sanierung rund ums Haus achten sollten.

Eine Drainage schützt Fundament, Haus und Gartenbereich vor Staunässe und aufstauendem Wasser. Ist das System veraltet, verstopft oder beschädigt, muss die Drainage erneuert werden.
In diesem Artikel erklären wir, wann die Drainage erneuert werden muss, wie tief Drainagerohre liegen sollten, wie eine Hausdrainage aufgebaut ist und worauf Sie beim nachträglichen Verlegen achten müssen.
Es reicht nicht aus, beim Erneuern einer Drainage lediglich ein neues Drainagerohr zu verlegen. Entscheidend für umfassenden Schutz ist das Zusammenspiel aus Drainagerohr, Geotextil, Dränschicht, eventuell auch einer Noppenbahn und einer funktionierenden Wasserableitung.
Nicht jede Feuchtigkeit am Haus deutet automatisch auf einen Defekt hin. Umgekehrt gibt es jedoch typische Anzeichen, die auf Handlungsbedarf hindeuten:
In all diesen Fällen kann es sinnvoll sein, die Drainage zu erneuern. Vor allem dann, wenn die Anzeichen hinsichtlich der Drainage am Haus immer wiederkehren. Aber auch, wenn sich die Situation bezüglich der Drainage ums Haus mit der Zeit verschlechtert.
Eine vollständige Sanierung ist nicht bei jedem Problem notwendig. Als grobe Orientierung gilt:
Nicht jedes Gebäude braucht automatisch eine Drainage. Ob es für Ihr Haus erforderlich bzw. sinnvoll ist, ist von mehreren Faktoren abhängig:
Wichtig zu wissen: Eine Drainage am Haus ersetzt keinesfalls eine fachgerechte Gebäudeabdichtung. Wenn Sie eine Drainage am Haus nachträglich installieren, sollten Sie zunächst die Ursache für die auftretende Feuchtigkeit herausfinden. Am besten lassen Sie eine fachgerechte Prüfung durchführen, bevor Sie Maßnahmen an der Drainage der Hauswand oder allgemein an der Drainage ums Haus ergreifen.
Hinsichtlich der Dränung sollten Sie die aktuellen Regelwerke berücksichtigen. Seit Juni 2026 gilt DIN 4095-1:2026-06 „Einwirkungen auf erdberührte Bauteile durch Wasser im Baugrund und Dränung zum Schutz der Bauteile“.

Der Aufbau einer Drainage an der Hauswand folgt stets einem klaren Prinzip: Wasser aus dem Erdreich gelangt durch die wasserdurchlässige Dränschicht zum Drainagerohr. Dort wird es gesammelt und kontrolliert vom Gebäude weggeleitet. Filtervliese beziehungsweise Geotextilien verhindern, dass Bodenpartikel die Dränschicht zusetzen.
Abhängig vom gewählten Aufbau können Geoverbundstoffe oder Noppenbahnen zusätzliche Drainage- oder Schutzfunktionen übernehmen. So entsteht eine Drainagelösung rund ums Haus, bei der das Drainagerohr funktionsfähig bleibt und Wasser zuverlässig von der Gebäudehülle abgeleitet wird. Ein entscheidender Baustein für die Drainage ums Haus.
Für das fachgerechte Drainage verlegen werden folgende Materialien benötigt:
Ein hochwertiger Vliesstoff sowie Geotextilien und Gewebe sind entscheidend für die langfristige Funktion nach dem Drainagerohr verlegen. Je nach Aufbau gehören auch Noppenfolien dazu. Bei uns erfahren Sie auch, wie Sie ein passendes Geotextil für Ihre Drainage auswählen.
Wie verlegt man eine Drainage richtig? Mit unserer praxisnahen Anleitung zum Verlegen einer Drainage führen wir Sie durch alle wichtigen Arbeitsschritte.
Finden Sie heraus, ob tatsächlich die Drainage ursächlich ist. Wichtig dabei ist die Unterscheidung zwischen Oberflächenwasser, Rohrschäden, Abdichtung und aufstauendem Wasser.
Legen Sie noch vor Beginn der Arbeiten den Verlauf der Drainage fest. Planen Sie dabei sowohl das Gefälle als auch den Entwässerungspunkt. Berücksichtigen Sie Spül- und Kontrollmöglichkeiten und prüfen Sie genau, wohin das Wasser zulässig abgeleitet werden darf beziehungsweise wo es versickern darf.
Legen Sie die bestehende Drainage vorsichtig frei. Achten Sie bei tiefen Ausschachtungen auf Standsicherheit und auch auf das Fundament.
Die freigelegten Außenwände prüfen Sie nun auf Schäden. Beachten Sie, dass Abdichtung und Drainage unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Mehr dazu erfahren Sie in unseren Ratgebern “Noppenbahn verlegen” sowie “Bodenplatte richtig abdichten”.
In diesem Schritt setzen Sie das Filtervlies ein. Achten Sie dabei auf eine fachgerechte Ausführung und verwenden Sie geeignetes Dränmaterial.
Verlegen Sie nun das Rohr mit dem erforderlichen Gefälle und entsprechend der in Schritt 2 vorgenommenen Planung. Berücksichtigen Sie dabei Wartungsmöglichkeiten und Richtungsänderungen.
Jetzt geht es an die Herstellung der Kies- beziehungsweise Dränschicht. Diese sorgt dafür, dass Wasser zuverlässig zum Drainagerohr gelangen kann.
Führen Sie das Geotextil über der Kiesschicht zusammen und lassen Sie die Bahnen ausreichend überlappen. Ergänzen Sie bei Bedarf weitere Schutzschichten, beispielsweise eine Noppenbahn an der Kellerwand.
Kontrollieren Sie abschließend, ob das Wasser ordnungsgemäß abgeleitet wird. Beenden Sie die Arbeiten anschließend durch das Verfüllen.

Um die Drainage am Haus nachträglich zu erneuern gilt ein eigenständiger Ablauf:
Wenn Sie diese Schritte beim Erneuern Ihrer Drainage befolgen, sorgen Sie für eine langfristig zuverlässige Drainage ums Haus und Drainage an der Hauswand.
Die Durchführung durch einen Fachbetrieb ist in folgenden Situationen empfohlen:
Noppenbahn, Drainagerohr, Gebäudeabdichtung und Geotextil erfüllen unterschiedliche Funktionen. Sie sollten nicht verwechselt werden.
Eine Noppenbahn übernimmt abhängig vom Produkt eine Drainage-, Trenn- oder Schutzfunktion. Welche Variante notwendig ist, hängt vom Schichtaufbau der Drainage an der Hauswand ab. Beim Drainage richtig verlegen ist das richtige Einsetzen der Noppenbahn ein wichtiger Aspekt.
Die Gartenentwässerung unterscheidet sich deutlich von der Hausdrainage. Die Drainage für das Haus schützt vor allem erdberührende Bauteile.
Sie ist baulich wie technisch anspruchsvoller. Bei der Drainage im Garten geht es vor allem darum, etwaige Staunässe zu minimieren, Wege, Beete oder Rasen zu entwässern. Auch wird Wasser aus schlecht durchlässigem Boden abgeleitet.
Bevor Sie ein Drainagerohr im Garten installieren, sollten Sie die Wasserableitung, das Gefälle sowie die Versickerungsfähigkeit und die Bodenart prüfen. Durch eine Regenwasser-Drainage profitieren Sie von derselben sorgfältigen Vorbereitung wie bei der Erneuerung der Hausdrainage.

Sie möchten eine Drainage richtig verlegen? Dann vermeiden Sie die folgenden Fehler:
Unsere obige Anleitung hilft Ihnen, die typischen Stolperfallen beim Drainagerohr verlegen zu vermeiden.
Auch nach einer fachgerechten Drainage-Erneuerung ist eine regelmäßige Wartung unerlässlich.
Nicht jedes Gebäude bedarf automatisch einer Drainage. Ob diese erforderlich oder sinnvoll ist, hängt von Gebäudeabdichtung, Fundament, Gelände, Wasserbelastung und Bodenbeschaffenheit ab. Vor allem bei zeitweise aufstauendem Wasser oder schlecht wasserdurchlässigen Böden kann eine fachgerecht geplante Drainage hilfreich sein.
Die Hausdrainage sammelt aus dem angrenzenden Erdreich stammendes Wasser und leitet es kontrolliert vom Haus weg. Das Wasser durchläuft eine wasserdurchlässige Dränschicht und gelangt so zum Drainagerohr. Das eingefügte Geotextil trennt Boden und Dränmaterial und verhindert das Verschlammen des Systems.
Die Kosten variieren und hängen stark von der Tiefe und Länge der Drainage ab. Auch der Zustand der Gebäudeabdichtungen, Zugänglichkeit, Bodenverhältnisse und die erforderliche Wasserableitung spielen eine Rolle. Bei umfangreichen Drainagearbeiten empfiehlt sich stets eine individuelle Kalkulation und Angebotserstellung durch einen Fachbetrieb.
Die korrekte Tiefe ist abhängig von Drainagesystem, Wasserbelastung, Gelände, Gebäudeaufbau und Fundament. Eine universelle Verlegetiefe gibt es daher nicht.
Die Ausrichtung der Noppenbahn richtet sich nach dem vorgesehenen Schichtaufbau und dem jeweiligen Produkt. Während einige Produkte hauptsächlich als Schutzschicht fungieren, besitzen andere zusätzliche Drainagefunktionen. Aus diesem Grund sollten Sie bei der Verlegung stets die Herstellerangaben des Produkts beachten.
Ja, je nach Produkt können Noppenbahnen auch ohne Drainagerohr eingesetzt werden. Zum Beispiel als Schutzschicht für erdberührende Bauteile. Sie ersetzen jedoch weder ein vollständiges Drainagesystem noch eine fachgerechte Gebäudeabdichtung.
Bei der Erneuerung der Drainage ist nicht einfach nur das Rohr entscheidend, sondern das gesamte System. Dieses besteht aus Drainagerohr, Filtervlies, Dränschicht, Wasserableitung und Gebäudeabdichtung.
Vor einer Sanierung muss stets zunächst die Ursache von Feuchtigkeit und Staunässe geklärt werden. Besonders geeignet für eine Kontrolle ist dabei der Herbst, da bei stärkeren Niederschlägen die Probleme gut sichtbar werden.
Möchten Sie eine bestehende Drainage erneuern oder planen Sie eine ganz neue Drainage? Entdecken Sie bei uns Noppenfolien, Geotextilien, Vliesstoffe und Geoverbundstoffe für dieses Projekt.
Unser Profipersonal hilft Ihnen bei der Auswahl und erklärt Ihnen alle Möglichkeiten und Vorgehen zur Anwendung der angebotenen Produkte.
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